06.03.2026
Eine Ära geht zu Ende: Schwester M. Ulrika Wolfenstätter und Schwester M. Edelborg Metze waren viele Jahre im Seniorenzentrum St. Josefsheim Alf tätig. Nun wurden die Schönstätter Marienschwestern für ihren Ruhestand in das Provinzhaus der Marienschwestern im Koblenzer Stadtteil Metternich zurückberufen. In einem Gottesdienst und bei einem feierlichen Empfang nahmen sie Abschied.
Schwester M. Ulrika Wolfenstätter und Schwester M. Edelborg
Metze waren eine Institution im Seniorenzentrum St. Josefsheim Alf. Sie
übernahmen unter anderem seelsorgerische Tätigkeiten, planten Gottesdienste,
musizierten mit den Bewohnern, sorgten für ihr Wohlergehen und blieben mit
ihnen bei gemeinsamen Sitztänzen in Bewegung. „Sie haben das Seniorenzentrum
mit ihrem Charisma erfüllt und wurden nie müde, sich für die Belange der
Bewohner einzusetzen. Meinen größten Respekt für die Arbeit, die sie geleistet
haben. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen und wünsche Ihnen alles Gute und
Gottes Segen“, sagt Michael Molitor, Direktor Unternehmenskultur des
Seniorenzentrums St. Josefsheim Alf, bei der feierlichen Verabschiedung, der
ein morgendlicher Gottesdienst zu Ehren von Schwester M. Ulrika und Schwester
M. Edelborg vorausging.
Pater Matthias Brenken und Pfarrer Andreas Burg von der
Pfarrei Zeller Hamm standen dem Gottesdienst vor. Sie dankten den beiden
Marienschwestern für ihren Einsatz und wünschten ihnen „noch viele schöne Jahre
in Koblenz-Metternich“. Für die musikalische Untermalung sorgten Helmut Reis an der Orgel und ein Mitarbeiterchor. Der
Chor aus ehemaligen und aktuellen Mitarbeitenden sang für diesen besonderen
Anlass nach sieben Jahren zum ersten Mal wieder gemeinsam.
Wie beliebt die Marienschwestern waren, zeigte sich nicht
nur an dem mehr als gut besuchten Gottesdienst, sondern auch in den
persönlichen Worten, die Bewohner, Mitarbeitende und weitere Gäste bei der
feierlichen Verabschiedung im Speisesaal des Seniorenzentrums an Schwester M.
Ulrika und Schwester M. Edelborg richteten. „Wo Licht in den Menschen ist,
scheint es aus ihnen heraus. Sie sind solche Menschen. Sie hatten für alle ein
offenes Ohr – und zwar egal welcher Herkunft oder Glaubensrichtung sie waren“,
richtet die erste Vorsitzende des Heimbeirats,
Hannelore Kölsch, an die 86-jährige Schwester M. Ulrika und die 97-jährige
Schwester M. Edelborg. Im Rahmen der Verabschiedung wurde neben dem Wirken von
Schwester M. Edelborg auch ihr 97. Geburtstag gefeiert. Der Bewohnerchor gab
gemeinsam mit den anwesenden Gästen ein Ständchen zum Besten. Für die beiden
Schönstätter Marienschwestern sang der Chor zudem ein Dankeslied, eine Passage
lautete: „Danke, dass Sie Glauben leben. Schwestern, Sie werden fehlen.“
„Sie haben tiefe Spuren hinterlassen, vor allem in unseren Herzen. Wir werden
Sie beide vermissen!“, sagt die Heimleiterin Karin Burg. Auch Schwester M.
Ulrika zeichnete 20 Jahre lang für die Heimleitung verantwortlich. Insgesamt
blickt sie auf 34 Jahre zurück, die sie mit dem Seniorenzentrum verbinden. „Sie
waren sehr wichtig für die Heimbewohner und die Angehörigen. Sie waren einfach
immer da, das haben alle geschätzt“, so Eva Schäfer, Mitarbeiterin in der
Verwaltung des Seniorenzentrums und Vorsitzende des Kuratoriums St. Josefsheim
Alf e.V..
„Wir haben uns in Alf immer sehr wohl gefühlt und unsere
Fähigkeiten gerne eingesetzt. Herzlichen Dank für alles, was wir hier empfangen
durften. Auf Wiedersehen“, sagt Schwester M. Edelborg, die ihr Wirken für die
Bewohnerinnen und Bewohner vor 28 Jahren im St. Josefsheim begann.
Zum krönenden Abschluss der Veranstaltung gab es
musikalische Darbietungen der Bremmer Stadtmusikanten und des
Mandolinen-Orchesters „Mosella“ Reil – ein persönliches Abschiedsgeschenk der
beiden Vereine.
An dem Gottesdienst sowie der Verabschiedung nahmen neben
Bewohnern, Mitarbeitenden und Ehrenamtlern unter anderem einige Schönstätter
Marienschwestern, die Direktoriumsmitglieder des Seniorenzentrums, Michael
Molitor, Janina Müller und Michael Bernard, die Heimleiterin Karin Burg, die
Geschäftsführer der BBT Region Trier, Christian Weiskopf und Johannes Kirsch,
der Direktor Unternehmenskultur des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder
Trier, Markus Leineweber, Bruder Antonius Joos von den Barmherzigen Brüdern von
Maria-Hilf, Vertreter der Städte Zell, Alf und Bullay, Karmeliten aus dem
Kloster Springiersbach und ehemalige Pfarrer der Einrichtung teil.

